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„Nur ein Gefühl von Sicherheit“: FDP hält Anti-Terror-Sperren für nutzlos

Veröffentlicht am Sonntag, 3. Dezember 2017 14:37 Uhr

Wolfenbüttel. „Geldverschwendung und Placebos“: die Tanks, die die Stadt zur Terrorabwehr um den Weihnachtsmarkt täglich neu installieren lässt, stoßen bei der FDP auf alles andere als Begeisterung. Pierre Balder, Stadtratsmitglied und Vorsitzender des FDP-Stadtverbandes, zweifelt stark an dem Nutzen der Sperren.

„Crashtests mit deutlich schwereren Betonsperren haben gezeigt, dass sich ein Zehn-Tonnen-Lastwagen durch so etwas nicht nennenswert aufhalten lässt – im Zweifel werden aus den Sperren Geschosse, die obendrein eine Gefahr darstellen“, sagt Balder. Der Aufwand, sie täglich auf- und abends wieder abzubauen, stehe in keinem Verhältnis zu ihrem Nutzen. „Wie der Polizeisprecher Frank Oppermann in der Wolfenbütteler Zeitung zitiert wird, scheint mir die Lage genau zu treffen. Es geht tatsächlich nur um das Gefühl von Sicherheit, nicht um die Sicherheit selbst.“ Im Zweifel sei eine erhöhte Polizeipräsenz die bessere Gefahrenabwehr.  

Dass eine gewisse Gefahr, Opfer eines Terroranschlags zu werden, permanent bestehe, sei eine der unangenehmen Wahrheiten unserer Zeit. „Lokal können wir dagegen aber nicht viel tun, außer wachsam zu sein, Terroristen schon während der Vorbereitungen zu überführen und ansonsten uns so wenig wie möglich einschüchtern zu lassen“, meint Balder. Effektive Terrorbekämpfung müsse früher ansetzen, etwa indem man verhindere, dass sich Menschen in Moscheen und im Internet radikalisieren ließen. 



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